Mein vorerst letzter Beitrag

Liebe Freundinnen, Freunde, Leserinnen und Leser und alle anderen aus, an und in meinem Blog Interessierten!

Dies wird der vorerst (!) letzte Beitrag in meinem Blog sein.

Hintergrund und kurz zur Erklärung:

Zum Jahresende steht für mich an, zu entscheiden, was denn Prioritäten für das kommende Jahr und das Kommende überhaupt sind.

Eine eindeutige Priorität hat meine Familie. Das ist weniger natürlich, als es auf den ersten Blick klingen mag.

Klare Prioritäten

Eine klare Priorität in 2017 hat aber auch dieser Blog.

Das hört sich jetzt in der Kombination seltsam an, lässt sich aber (für mich zumindest) nachvollziehen:

Mir ist es zunehmend wichtiger geworden, Euch fundierte Beiträge zu liefern und nicht einfach nur irgendetwas zu schreiben, um zu schreiben und möglichst hohe „Klickraten“ einzustreichen.

Das ist nicht der Anspruch an den Blog und meine Zeit und Arbeit, die ich hier für Euch investiere.

Ich hoffe, wie ich Euch kenne, denke ich aber auch, dass ihr das versteht.

Eigenverantwortung

Mit Blick auf das Thema des Blog, die neue Arbeit in Organisationen der Sozialwirtschaft, Möglichkeiten der Selbstorganisation in diesen Organisationen, die Zukunft der Sozialwirtschaft im Allgemeinen, ist natürlich immer eine Frage, wie die auf den ersten Blick vielleicht etwas kruden Ideen, die ich hier beschreibe, denn Wirklichkeit werden sollen.

Ein dazu relevanter, wenn nicht der einzige relevante Faktor, ist die Änderung der Grundhaltung hin zu einer Eigenverantwortlichkeit der in den Organisationen tätigen Menschen.

Nur dann, wenn ich tatsächlich Entscheidungen treffen kann und für diese Entscheidungen auch verantwortlich bin (und ich diese Verantwortung nicht mehr bei irgendeinem Vorgesetzten abgegeben kann), komme ich dahin, diese Entscheidungen wirklich zu treffen.

Oder, wie es Bernd Oestereich und Claudia Schröder in ihrem Buch „Das kollegial geführte Unternehmen“ treffend formulieren:

„Solange ein Mitarbeiter (…) einen Vorgesetzten hat, der die Verantwortung mitzutragen hat und seine Untergebenen beaufsichtigt und kontrolliert, geben die Betroffenen auch die Verantwortung mehr oder weniger an die übergeordneten Instanzen ab“ (51).

Eigenverantwortung bedeutet aber eben auch, bei jedem Schritt zu überlegen, warum dieser Schritt jetzt ansteht, warum dieser Schritt für mich und die Menschen meiner Umgebung wichtig ist. Eigenverantwortung ist anstrengend, Eigenverantwortung ist oftmls widersprüchlich. Eigenverantwortung führt aber auch zu der Freiheit, die ich in unserer heutigen Welt oftmals vermisse.

2017

Entsprechend übernehme ich hiermit die Verantwortung für mich und meine Liebsten und werde mich, wie gesagt vorerst, zurückziehen.

Ich werde – mit Blick auf den Blog – die Zeit nutzen, neue Ideen zu sammeln, viel zu lesen, neue Beiträge zu formulieren und auszuarbeiten. Ich werde die Zeit auch dazu nutzen, den Blog auf eine eigene URL zu stellen (www.ideequadrat.de), um damit mehr Optionen zu haben und Euch von meiner Seite bessere Inhalte und Möglichkeiten bieten zu können.

Ich werde die Zeit vielleicht für einen echten „Neustart“ nutzen, fokussierter, konkreter, problem- und gleichzeitig lösungsorientierter im Hinblick auf die notwendige Transformation sozialer Organisationen in einer ziemlich auf- und abgedrehten Zeit.

Und ob das alles dann so kommt, wie ich es mir jetzt vorstelle, wird die Zeit zeigen und die jeweils anstehenden, wirklich, wirklich wichtigen Aufgaben.

In diesem Sinne: 

Habt eine gute Weihnachtszeit, habt einen guten Rutsch ins neue Jahr, habe einen guten Start und eine gute Zeit in 2017.

Wir hören und lesen uns, vielleicht schneller als Euch lieb ist, vielleicht nicht so schnell 😉

Hendrik

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13 Kommentare zu „Mein vorerst letzter Beitrag“

  1. Wünsche dir und deiner Familie ebenfalls schöne Weihnachtstage und dir Viel Erfolg beim umsetzen deiner Ideen! Liebe Grüße Stephanie

  2. Hallo Hendrik, viel Glück bei deinen Gedanken zur Blog-Neuausrichtung. Wenn du Lust hast, können wir uns dazu im neuen Jahr mal kollegial telefonisch austauschen (hab‘ das ja gerade selber hinter mir). Jetzt erstmal fröhliche Weihnachten!

  3. Huh, ich war erstmal schockiert angesichts der Überschrift! Da wird es mir wie vielen Leser/innen gehen, die Deinen Blog sehr inspirierend finden.

    Dass Du Prioritäten bei Deiner Familie setzt, finde ich großartig!

    Gegen Jahresende kommen mir auch gerne diese Pläne der Erneuerung bezüglich Blogs. Dieses Mal (be-) trifft es mein Blog Reisekladde. Er erhält eine Neausrichtung.

    Irgendwie entwickeln wir uns mit den Blogs ja auch weiter. Helfen sie uns, uns weiter zu entwickeln. Entwickeln wir sie weiter.

    Für die soziale Arbeit treibt mich auch die Frage, welche Art von Beiträgen brauchen die Leser/innen und was die soziale Arbeit? Fundierung ist sicher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
    Viel Freude dabei!

    LG Sabine

  4. Als einer der 1.484 „Follower“ will ich den Anlass nutzen, um auch mal einen kurzen Kommentar zu schreiben.
    Was mir an diesem Blog immer gut gefallen hat, war die offenkundige Ambivalenz zwischen dem Bemühen um wissenschaftliche Eindeutigkeit auf der einen Seite und literarische Vieldeutigkeit auf der anderen Seite. Das gilt auch für diesen „vorerst letzten Blog“, der letztlich mehr offen lässt, als er erklärt.
    Kryptisch ist auch das einführende Foto, auf dem man den Autor vermuten kann, der uns den Rücken zuwendet. Jemand hat ihm den Kopf abgeschnitten … Wer ? Warum ? Und … wie kann ich als Betrachter verstehen, was damit zum Ausdruck gebracht werden soll ?
    „Advent“ steht für eine Zeit der freudvollen Erwartungen. So ist es an uns, mit einer gewissen Spannung, auf die angekündigte Weiterführung der „Mitteilungen“ von Hendrik Epe – in welcher Form auch immer – zu hoffen.

  5. Für mich ist es sehr schade, dass es den Blog in dieser Form nicht mehr geben wird. Ich habe ihn immer gerne gelesen.
    Von meiner Seite wünsche ich dir viel Erfolg mit der Neuausrichtung und hoffe es gelingt dir in dem Ausmaß wie du dir es wünscht.
    Qualitätszeit für die Familie zu haben ist so immens wichtig und die Stunden können nicht mehr aufgeholt werden.
    Ich wünsche dir, beziehungsweise euch, ein frohes Fest erholsame Tage und einen guten Rutsch ins Jahr 2017.
    Es möge gelingen!
    Penz Tom

    1. Ganz lieben Dank Dir für Deine Worte! Und: Es wird weitergehen, dafür macht es einfach zu viel Spaß… Aber, da gebe ich dir voll Recht: Qualitätszeit ist enorm wichtig, gerade in unserer etwas seltsamen Zeit. Dir ebenfalls eine wunderbare, ruhige, qualitative hochwertige 😉 Zeit! Hendrik

  6. Schade Hendrik, war es doch immer beriechernd Deine Beiträge zu lesen….Allerdings hat alles im Leben seinen Zeit. Und Familie schätzt Aufmerksamkeit! Habe eine gute Zeit und lass uns in Kontakt bleiben….

    1. Juhu Diana,

      natürlich bleiben wir in Kontakt (da steht noch so ein Termin im Februar aus, richtig?).Undaußerdem:“vorerst“ 😉 Überlege jetzt schon wieder, ob ich was verfasse, aber eine Pause hilft der Kreativität ungemein… Danke Dir aber für deine Worte!

      LG

      Hendrik

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