Gefühllos durch den Arbeitstag

„Emotion ist also Schwäche? Nur, wenn man sich ihr völlig ergibt und sie einen handlungsunfähig macht. Ansonsten ist sie ein Signalgeber, ein Kompass und weist darauf hin, wenn etwas nicht stimmt oder bestimmte Punkte in einem selbst getriggert werden. Zum Beispiel eigene Wertvorstellungen.“

Toller Beitrag zur Frage, ob Emotionen etwas in der Arbeitswelt verloren haben!

Büronymus

Trotz einer blöden Restgrippe hatte ich mich am Wochenende zum Wevent in Berlin geschleppt, einer Veranstaltung des intrinsify-Netzwerks. Das sind lauter sympathische, schlaue Menschen, denen aufgefallen ist, dass die Arbeitswelt nicht so bleiben kann, wie sie ist. Geht mir ja genauso, weshalb ich mich dort auch ziemlich zu Hause fühle.

Wie ich ja hier schon mal angedeutet hatte, sind viele Leute dort in ihrem Denken sogar viel weiter oder radikaler als ich. Ich merke einfach, wie „das System“, also die HORG, mich geprägt hat. Das bleibt nicht aus nach so vielen Jahren. (Oder, wie es ein Teilnehmer ausdrückte: „Dann wird man zynisch wie Lydia.“ Das weise ich übrigens weit von mir. Ich bin nicht zynisch – nur pessimistisch. Aber das mit Leidenschaft. 🙂 ) Immerhin bin ich jetzt lange genug raus aus der Zentrale des Wahnsinns, als dass ich zusammenzucke, wenn ich von anderen Teilnehmern Phrasen höre wie…

Ursprünglichen Post anzeigen 978 weitere Wörter

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2 Kommentare zu „Gefühllos durch den Arbeitstag“

  1. Lieber Hendrik, ein schönes Thema. Wie bitte sollte ich denn meine Arbeit in der Sozialpsychiatrie gut machen, ohne Emotionen? Spannend ist nur, dass Emotionen in meinen Arbeitsprozessen gerne „genommen“ werden, es aber schwieriger wird, wenn man emotional für sein Profi-Sein und dazugehörige Wertvorstellungen eintritt. Dann wird es tricky und kosten möglicherweise einige Supervisions-, eigene Coaching oder gar Therapiestunden. Hochleitungsteams werden da manchmal als „Emos“ betitelt…

    1. Lieber Torsten, danke für Dein Feedback.

      Ja, ich sehe das auch als wichtiges Thema, gerade in den Berufen der Sozialen Arbeit (erinnere mich gut an einige Emotionen in der Arbeit mit den Jungs damals in der stat. Jugendhilfe…).

      Organisatorisch jedoch sind Emotionen dann eher wieder ein Thema – wie du so schön schreibst – für die Supervision 😉

      Einen guten Tag Dir!

      Hendrik

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