Linksammlung 06/2015

marketing-man-person-communicationWieder einmal habe ich versucht, für Euch die besten Internet-Fundstücke zu Themen wie Innovation, Führung und neuen Formen von Arbeit herauszupicken. Manches betrifft die Sozialwirtschaft direkt, manches auch nur auf den zweiten Blick.

Lesenswert in meinen Augen trotzdem, und so hoffe ich, dass auch für Euch was dabei ist…


Innovation


30 Fragen zur Innovation

Der erste Artikel, den ich bei der osb international Consulting AG gefunden habe, beschäftigt sich damit, wie Innovation oder auch „vorausschauende Selbsterneuerung“, wie es im Artikel heißt, ermöglicht werden kann.

Es finden sich 30 Fragen, die sich unterschiedlichen Dimensionen zuordnen lassen. So geht es um die Sachdimension, die vornehmlich nach dem „Was“ der Innovation fragt, um die Sozialdimension, die nach dem „Wie“ fragt und um die Zeitdimension, die – wie sollte es anders sein – nach dem „Wann“ fragt.

Ich persönlich würde zwar Fragen zur „Sinndimension“, die dann Fragen nach dem „Warum“ in den Vordergrund stellt, einführen, aber lesenswert und hilfreich für eigene Innovationsprozesse sind die Fragen allemal:

http://www.osb-i.com/de/news/30-fragen-zur-innovationsfaehigkeit


Fähigkeit zur Innovation

Im folgenden Beitrag findet Ihr ein Video von Linda Hill, Management-Professorin der Universität Harvard. Die wesentliche Aussage ist, dass innovative Organisationen über ganz spezielle Fähigkeiten verfügen:

  • „Kreatives Aneinander-Reiben: Auseinandersetzungen und Diskurse nutzen, um einen Ideenmarkt zu schaffen. Es geht darum, ein Portfolio aus Alternativen zu generieren, aktiv zuzuhören und zu verstehen, dass Innovationen Diversität und Konflikt brauchen.
  • Kreative Entschlossenheit: Ideen immer wieder neu kombinieren und umgestalten, sodass daraus etwas Sinnvolles entsteht.
  • Kreative Agilität: Versuch und Irrtum zulassen, um Ideen zu challengen und Schritt für Schritt zu verfeinern. Daraus entsteht ein individueller Weg in die Zukunft.“

Ja, ich finde, davon könnten wir uns manchmal ein Scheibchen abschneiden, auch wenn das mit der Innovation in der Sozialwirtschaft ja so eine Sache ist, wie ich an anderer Stelle schon mal erläutert habe.

Hier aber der sehens- und lesenswerte Beitrag:

http://vision.haufe.de/blog/ist-dezentrale-fuehrung-ein-garant-fuer-innovation/


Innovationskultur

Und noch ein Beitrag zu Innovationen, diesmal aber direkt bezogen auf Soziale Innovationen und vor allem die Kultur, die Soziale Innovationen begünstigt.

So werden zwar von Thomas Sattelberger als „Effizienzinnovationen“ bezeichnete Innovationen vor allem im wirtschaftlichen und industriellen Sektor gefördert. Mit Effizienzinnovationen sind Innovationen gemeint, die bereits Bestehendes besser machen.

Basisinnovationen hingegen, also Innovationen, die wirklich Neues hervorbringen, werden selbst im wirtschaftlichen und industriellen Sektor, geschweige denn im sozialen Sektor, so gefördert, dass man von einer wirklichen Innovationskultur sprechen könnte.

Hier – bei den Sozialen Basisinnovationen – sollte es zu einem gesellschaftlichen Umdenken, zu einer wirklichen Innovationskultur, kommen, damit wir unser Zusammenleben so gut wie möglich gestalten.

Aber, lest selbst:

http://goodimpact.org/blog/warum-wir-eine-neue-innovationskultur-brauchen


 

Innovation in der Praxis der Sozialwirtschaft

Um gute und innovative Ideen und deren Umsetzung zu würdigen , vergibt der Caritasverband im Kreis Olpe seit 2005 den Innovationspreis in Gold, Silber und Bronze, dotiert mit 1000, 750 und 500 Euro.

 


Personalmanagement und Führung


Interview mit Heiko Fischer von Resouceful Humans

Auf der Seite  http://www.beruf-berufung.ch/ finden sich Interviews zu Menschen, „die ihren eigenen Weg gehen. Bekannte Unternehmer und unbekannte Pioniere. Für alle gilt: Sie gehen einem Beruf nach, den es so ohne sie nicht gäbe. Sie füllen nicht ein Jobprofil aus, sondern sie gestalten ihre Arbeit. Man könnte auch sagen: Sie leben ihre Berufung.“

Klingt schon mal richtig spannend, wie ich finde. Und gefunden habe ich ein Interview mit Heiko Fischer, der die Agentur www.resourceful-humans.com gegründet hat, das Unternehmen berät, ihre Personalabteilungen anders, neu zu gestalten.

Mein Anspruch ist, dass HR-Leute wieder Verantwortung übernehmen und Vorreiter einer neuen digitalen Gesellschaft werden, in der sich alle auf Augenhöhe begegnen. Wir brauchen gerade jetzt Einmischer, die auch mal unangenehm sind, das System vorantreiben. Also, seid Helden oder verlasst leise das Gebäude!

Werte wie Mitbestimmung oder Strukturen wie selbstgesteuerte Teams sind sein Credo. Dazu ist er Verfechter der Nutzung von neuen Medien in Unternehmen, da seiner Meinung nach die Unternehmenskultur davon eindeutig profitieren kann. Hier empfehle ich, nachdem Ihr das Interview gelesen habt, mal einen Blick auf die Homepage…

Und was soll das bitte mit der Sozialwirtschaft zu tun haben? Naja, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber in meinen Augen gibt es mehr als genug Anknüpfungspunkte, über die es sich zu diskutieren lohnt! (#digitalisierung #fuehrung #arbeiten40 😉

Jetzt aber zum Interview:

http://www.beruf-berufung.ch/inspiration/interviews/heiko-fischer


Führung und Eigenverantwortung

„Mitarbeiter mit Eigenverantwortung können Entscheidungen auch ohne ihre Chefin treffen.“

So beginnt eine spannende Beschreibung der Unternehmerin Vanessa Weber, die die Eigenverantwortung ihrer Mitarbeiter fördern will. Wie das gehen soll, beschreibt sie in dem unten stehenden Beitrag.

Sie gibt dazu 7 Tips, von denen sicher nicht alle direkt auf die Sozialwirtschaft übertragbar sind (bspw. macht ein eigenes Büro in der stationären Jugendhilfe wenig Sinn). Aber die anderen Tips, wie bspw. das Erstellen von Stärkeprofilen der Mitarbeiter erstellen, Gegenfragen stellen oder Sicherheit geben, lenken das Denken im Umgang mit den MitarbeiterInnen (und auch mit den KollegInnen) schon in die richtige Richtung. Insbesondere das Zulassen von Fehlern ist in vielen Organisationen jedoch noch nicht wirklich angekommen, oder?

http://www.impulse.de/management/eigenverantwortung-foerdern/2086575/


Wie geht gute Führung?

Zum Thema, wie gute Führung denn so gehen soll, gibt es nicht nur Tausende von Artikeln, es gibt auch eine ähnliche Anzahl an Büchern.

Trotzdem will ich Euch den folgenden Artikel zur Lektüre empfehlen, auch wenn er die Sozialwirtschaft allerhöchstens marginal streift.

Mir ist die Grundaussage dahinter aber wichtig: Mitarbeiterführung geht nicht technisch, geht nicht basierend auf Kennzahlen, Erfolgsquoten oder anhand von Ergebnissen. Das war uns schon lange klar, oder?

Warum die Mitarbeiterkennzahlen kontraproduktiv sind und wie Chefs besser motivieren.

Gute Führung umfasst demnach Flexibilität und Diversität, Prozesskompetenz, die Bildung von Netzwerken, nichthierarchisches Denken, Kooperationsfähigkeit, Selbstbestimmung und Wertschätzung sowie Soziale Verantwortung. Was unter den einzelnen Bereichen genau zu verstehen ist und warum genau diese zu guter Führung beitragen, lest Ihr hier:

http://www.wiwo.de/erfolg/management/personalfuehrung-so-geht-gute-fuehrung/12151986.html


Was hat das bitte mit der Sozialwirtschaft zu tun?

„Du hast richtig Bock auf Karriere? Auf gute Bezahlung, kreatives Arbeiten, auf coole Kollegen und spannende Projekte? Und noch viel wichtiger: Du willst was bewegen in der Welt – aber nicht nur im Job, sondern auch in den Zeiten mit Familie und Freunden? Dann kann ich dir schon mal sagen, was du auf keinen Fall machen solltest. Du solltest kein Berater werden in einem großen Beratungskonzern. Schließlich willst du doch selbst der Held sein in deinem Leben.“

Äh, ja, was hat das bitte hier zu suchen? Und dann auch noch von einer Quelle, die sich „Business Punk“ nennt?

In meinen Augen so einiges, da es die sich verändernde Werthaltung selbst in der doch oft eher schräg angesehenen Beraterbranche zeigt:

Kohle ist nicht alles!

Nein, es kommen neue Werte hinzu, die wir in der Sozialwirtschaft schon leben. Oder?

Klar, Geld spielt bei uns eine Rolle auf der anderen Seite (zu wenig). Aber bezogen auf die restlichen Werte – Sinnstiftung, Gutes tun, bewegen etc. – sind wir Profis. Wir sollten das in meinen Augen nur noch deutlich besser nach außen darstellen. Dann gestalten wir und reagieren nicht nur.

http://www.business-punk.com/2015/08/crash-consulting-warum-du-kein-berater-werden-solltest/


Wertschöpfung entsteht durch Wertschätzung

Lediglich 15 Prozent der Deutschen sind laut Studien bei der Arbeit hochmotiviert. Das Versagen ihrer Chefs ist einer der Gründe, sagen Forscher.

Wieder was zur Führung, diesmal aber auch zum anhören. Ja, der Titel sagt eigentlich schon alles aus. Aber lesen und/oder reinhören lohnt sich trotzdem.

http://www.deutschlandradiokultur.de/arbeitswelt-wertschoepfung-entsteht-durch-wertschaetzung.990.de.mhtml?dram:article_id=327714


Arbeit

Abschließend will ich Euch noch einen englischsprachigen Titel empfehlen, der sich mit unserer Einstellung zur Arbeit beschäftigt.

Anfänglich wird auf die berühmte Gallup-Studie verwiesen, nach der etwa 90 Prozent aller Arbeitnehmer ihren Job wenn überhaupt dann nur mäßig motiviert erledigen.

„Think about that: Nine out of 10 workers spend half their waking lives doing things they don’t really want to do in places they don’t particularly want to be.“

Warum das so ist wird im Artikel mit einer selbsterfüllenden Prophezeiung erklärt: Weil Arbeit so organisiert ist, dass sie alles andere als motiviert, verhalten sich die Menschen entsprechend (faul, gelangweilt, unmotiviert). Und weil sich die Menschen so verhalten, wird über Druck, Kontrolle, Hierarchien, Boni etc. versucht, die Menschen dahin zu bringen, wenigstens das Mindeste zu tun. Nachvollziehbar, oder?

Aber viel wichtiger: völlig absurd!

„Work that is adequately compensated is an important social good. But so is work that is worth doing. Half of our waking lives is a terrible thing to waste.“

http://mobile.nytimes.com/2015/08/30/opinion/sunday/rethinking-work.html?_r=4&referrer

In diesem Sinne hoffe ich, dass Ihr einer Arbeit nachgeht, die Euch nicht nur mit Brötchen versorgt, sondern Euch Spaß macht. Berufung finde ich wirklich ein wenig weit gegriffen, aber Spaß wäre doch schon ien guter Anfang, oder?


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