Linksammlung 03/2015

Auch bei der dritten Linksammlung hoffe ich, dass Ihr davon für Eure Einrichtungen und Organisationen Inspirationen mitnehmen könnt.

Ich nehme ein wenig davon jedenfalls mit nach Spanien und wünsche Euch eine tolle Zeit.

Führung

Der erste Link widmet sich dem Thema der „Führung in digitalen Zeiten“:
„Führung im Digitalen Zeitalter bedeutet »zusammen zu führen«. Aus Schnittstellen tragfähige Nahtstellen zu machen.“

Was hat das bitte mit Organisationen der Sozialwirtschaft zu tun?

Ich glaube, mehr als man denkt: Dazu verweise ich auf den Artikel zur Sozialarbeit 4.0 von Sabine Depew, in dem die Herausforderungen aber und vor allem auch die Chancen der Digitalisierung für die Sozialarbeit richtig knackig erläutert werden.

Also: Beides lesen 😉

http://www.funkschau.de/telekommunikation/artikel/119033/?cid=NL&utm_content=buffer27ff7&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer

Kann man als Chef „authentisch“ sein? 

Ist es möglich, Authentizität nicht nur zu Hause sondern auch in Führungsverantwortung zu leben?

„Rita Gunther McGrath, Professorin an der New Yorker Columbia University, meint:  „Der Wert von Authentizität und Empathie ist unglaublich gestiegen.“ Deutsche Manager halten „Authentizität“ laut Umfragen für wichtiger als Fachkompetenz oder Belastbarkeit. Allerorten wird ihnen das „authentische Führen“ in Seminaren, Workshops und Coachings beigebracht.“

Für Organisationen der Sozialwirtschaft eine interessante Überlegung – wenn nicht sogar ein alter Hut:

Wie sonst, wenn nicht authentisch? Vor allem wenn es um komplexe Probleme geht? Schwächen eingestehen, seine eigenen Grenzen benennen, nicht der dickste Fisch im Karpfenteich sein zu wollen und zu können, anzuerkennen, dass es andere im Team deutlich besser wissen und können? Eigentlich klar, oder?

http://www.sueddeutsche.de/karriere/fuehrungsstil-chef-per-lizenz-1.2448564?utm_content=buffer15aa8&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

Führung wird immer hingenommen als etwas „Gottgegebenes“. 

Muss das sein?

Man könnte sich doch auch insgesamt einmal die Frage stellen, wer Führung überhaupt noch braucht?

Das gilt zumindest für die entwicklungsorientierten, innovativen Unternehmen, die schauen müssen, wie sie genau die jungen Leute bekommen, die eigentlich gerne selbstverantwortlich und kreativ arbeiten. Die kriegt man mit einem streng hierarchischen System nicht.

Mehr dazu im folgenden Artikel:

https://www.ndr.de/kultur/kulturdebatte/Fuehrung-contra-Augenhoehe,woydekoehler102.html

Verantwortung

Lernen von Menschen im Abseits? Geht das?

Tanja Köhler räumt unter dem Link unten

„mit Vorurteilen auf und schafft Begegnungen zwischen Managern und Obdachlosen, zwischen Ausbildungsleitern und Schulversagern. Wenn Sie Tanja Köhler zuhören, werden auch Sie sich die Frage stellen, wer bei diesen Treffen eigentlich von wem lernt.“

Ein spannender Blick auf das Thema Verantwortung. Außerdem öffnet sich der Blick auch auf die Stärken der Klientel, mit denen wir es oft zu tun haben. Das geht in der eigentlichen Arbeit leider oft verloren.

http://www.gedankentanken.com/verantwortung-uebernehmen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=verantwortung-uebernehmen

Organisationsentwicklung

Auf „thechanger.org“ – einer Plattform die sich der Vision verschrieben hat, einen sichtbaren und starken sozialen Sektor zu entwickeln, der vernetzt und für jede/n zugänglich ist – findet sich der Artikel unter dem unten stehenden Link. Darin gefordert, dass sich Soziale Organisationen doch so verhalten sollen, wie „richtige Organisationen“.

Dabei finden sich die drei Hauptaussagen:

  • Fokussiere dich auf Profit,
  • Investiere, investiere, investiere und
  • Plane für eine lange Reise.

„Wegen der aktuellen Förderstruktur werden gemeinnützige Organisation oft dazu gezwungen Programme zu entwickeln, die schnelle Ergebnisse liefern und ein niedriges Risiko mit sich tragen. Anstatt innovative Ideen auszuprobieren, die vielleicht länger brauchen werden. Wenn gemeinnützige Förderung wie Startup-Förderung funktionieren würde – würde man hochtalentierten Menschen die Zeit und den Freiraum geben, wirklich ganze Systeme zu disrupten.“

Da kann ich nur voll zustimmen…

http://www.thechanger.org/blog/gemeinnutzige-organisationen-sollen-doch-so-tun-als-waren-sie-unternehmen/

Braucht man eine Fehlerkultur? 

Im folgenden Artikel wird beschrieben, dass es eigentlich Blödsinn ist:

„Wenn jemand weiß, wie’s geht, wenn also Wissen in einer Organisation vorhanden ist, dann muss sie dieses Wissen nutzen. Und zwar, in dem sie es allen anderen zur Verfügung stellt.“

Es geht also vielmehr um gegenseitiges Lernen. Ich muss nicht jeden Fehler machen, den schon zig Vorgänger gemacht haben. Das verwendete Beispiel finde ich passend:

„Wenn euer Kleiner zum ersten Mal eine Treppe herunter steigen will, werdet ihr ihn dann einfach kopfüber runterstürzen lassen? Nach dem Motto: „Dann weiß er, dass das so nicht geht“?

Nach mehreren Stürzen und Blessuren wird er dann wohl begriffen haben, dass man am besten rückwärts runter klettert, wenn man sich noch nicht so sicher auf seinen zwei Beinen bewegt.“

http://intrinsify.me/Blog/items/wieso-eine-fehlerkultur-bei-der-arbeit-unfug-ist.html

New Work

Was ist das eigentlich und warum reden gerade so viele darüber?

Kurz zusammengefasst:

„Die Zukunft der Arbeit wird vom technischen Fortschritt, der Globalisierung, dem demographischen Wandel und institutionellen Veränderungen geprägt. Daraus entwickelt sich in Fortschreibung jüngerer Entwicklungen eine vielfältige Arbeitswelt mit erheblichen Unterschieden der Arbeitsbedingungen nach Branchen und Berufen, wobei vor allem kreative, interaktive und komplexere Tätigkeiten und die dafür benötigten Fachkräfte im Mittelpunkt stehen werden. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an die Unternehmen im Hinblick auf Innovationsfähigkeit und Flexibilität, wobei die Vereinbarkeit mit den Präferenzen der Arbeitskräfte eine zentrale Herausforderung für eine tragfähige Arbeitsorganisation wird.“

Eine spannende Zukunft, die uns da bevorsteht, wobei sich die Frage stellt, wie Organisationen der Sozialwirtschaft von den Veränderungen eher profitieren können als davon überrollt zu werden.

ftp://ftp.iza.org/RePEc/Discussionpaper/sp77.pdf

Wie werden wir in 20 Jahren arbeiten? 

Anders – davon sind jedenfalls Arbeitsmarktforscher überzeugt. Und das wird im Artikel von Impulse beschrieben. Übrigens:

„Die besten Jobchancen haben Techniker.
Qualifizierte Mitarbeiter in technischen Berufen werden nach einer IAB-Modellrechnung im Jahr 2030 bundesweit fehlen. Sie können sich künftig ihren neuen Chef aussuchen. Gute Chancen haben künftig auch Medienleute und Vertreter kreativer Berufe ebenso wie junge Leute, die sich für einen Gesundheitsberuf entschieden haben. Manche Kaufleute, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler werden dagegen im Jahr 2030 Probleme bei der Jobsuche haben.“

Und was macht die Soziale Arbeit? Ich bin überzeugt davon, dass sie sich neu erfinden und weiter professionalisieren muss, wenn sie nicht (weiter) an Bedeutung verlieren will. Eine gewagte These, die ich einfach mal so stehen lasse…

Wie sieht die Arbeit der Zukunft aus?

Gibt es Veränderungen auch in Schulen? 

Oha, ein Fass ohne Boden, wahrscheinlich. Trotzdem empfehle ich Euch den Artikel, weil Margret Rasfeld wirklich eine tolle Arbeit macht und es sich auch und gerade bei solch tradierten Organisationen lohnt einmal darüber nachzudenken, wie man sie anders und vor allem besser gestalten kann.

http://kurier.at/lebensart/familie/margret-rasfeld-im-interview-was-gute-lehrer-ausmacht-und-warum-pisa-nicht-weiterbringt/126.220.795

Selbstmanagement

Thomas Mampel hat von „5 Tipps, wie Du den Überblick über Deine Jobs und Projekte behältst“ geschrieben. 

Ich will Euch – falls Ihr Euch näher dafür interessiert – einen Link empfehlen, in dem das dahinter stehende System „Getting Things Done“ näher erläutert wird. Für mich immer noch zu umfangreich, aber mit Fragen der besten Arbeitsorganisationen muss sich wohl jeder selber so befassen, dass er davon profitiert. Fest überzeugt bin ich davon, und da gebe ich Thomas recht, das „Sozialschaffende nicht unbedingt dafür bekannt sind, sich mit Selbstorganisations- bzw. Selbstmanagement-Methoden zu befassen.“

Meine Erfahrung: Es macht übrigens Spaß, sich damit zu befassen…

http://h30657.www3.hp.com/t5/HP-BusinessNow-Deutschland/Fokus-amp-Entspannung-Wie-GTD-das-Zeitmanagement-revolutionierte/ba-p/1695?utm_content=buffera6a5f&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer#.VUZ6qnAayc3

Hat es Euch gefallen? Habt ihr profitiert? Wovon wollt ihr mehr? Was interessiert Euch weniger?

Freue mich auf Eure Rückmeldung, jedoch erst wieder in zwei Wochen, #urlaub 😉

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1 Kommentar zu „Linksammlung 03/2015“

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