Linksammlung 02/2015

4498545165_52766134b6_bEs wird wieder Zeit für die Linksammlung, diesmal schon die zweite im Jahr 2015. Ich hoffe, Euch damit einen kleinen Einblick in spannende Welten unterschiedlicher Bereiche geben zu können. Und: Ich freue mich über Eure Rückmeldung, Verbesserungswünsche, Vorschläge etc…

Danke für Euer Feedback schon jetzt!

Diesmal ist die Sammlung etwas umfangreicher, dafür ist aber für jeden was dabei, hoffe ich… 😉

Ziele

„Worum geht es eigentlich in Ihrem Job, was tun Sie hier? Viele können das nicht vernünftig beantworten. Sie nennen Zahlen, behandeln ihre Mitarbeiter rational. Und scheitern am Ende.“

Das ist eine Feststellung, die ich so voll und ganz unterschreiben kann. Dabei geht es in meinen Augen um die Frage nach dem Warum, nicht nur mit Blick auf den eigenen Job sondern vielmehr mit Blick auf die Gesamtorganisation. Jetzt habe ich den Eindruck, dass das in sozialen Organisationen eigentlich einfacher sein müsste. Die Realität sieht jedoch leider anders, teilweise sogar noch erschreckender aus: Es geht gerade in dem Bereich der Sozialwirtschaft um Zahlen, um das vermeintliche Sichern des Überlebens über rationales Wirtschaften…

Das kann es doch eigentlich nicht sein, oder?

http://www.zeit.de/karriere/beruf/2015-03/fuehrungsstil-rational-emotional-scheitern

Organisationsentwicklung

Der Beitrag des „Teamwork-Blogs“ beschäftigt sich mit der Frage, wie Mitbestimmung auch in großen Gruppen funktioniert. Das Thema beschäftigt mich ja schon länger und hier wird es gut und mit dem aufzeigen verschiedener Methoden auf den Punkt gebracht.
Vorgestellt werden die drei Methoden Open Space Technology, Zukunftskonferenz (Future Search) und Wertschätzende Organisationsentwicklung (Appreciative Inquiry).

Alles nicht wirklich neu, aber in der Kombination für den Alltag in Organisationsentwicklungsprozessen mehr als hilfreich.

http://www.teamworkblog.de/2015/03/selbstorganisation-mit-groen-gruppen.html?m=1


Der „PM-Blog“ stellt im folgenden Artikel 5 Thesen zu Führung und Management in der “Vernetzten Gesellschaft” vor. Die Sozialarbeiter haben ja – zugespitzt formuliert – oft den Eindruck, dass dieses ganze digitale Zeugs sie nicht interessieren müsse, das Internet schon wieder vorüber gehe und Neuland ganz woanders liegt und dort vermutlich schlechtes Wetter vorherrscht.

Hier die 5 Thesen:

1. “Das Neue” erkennen. Radikal umdenken.
2. “Das Alte” schätzen und schützen.
3. Widersprüche akzeptieren. Mutig entscheiden.
4. Lernen. Offline und Online.
5. Fokus auf das Hier und Jetzt.

Wem schon bei dem Lesen der Überschriften allein die Bedeutung für die Soziale Arbeit nicht deutlich wird, dem ist wohl nur schwer zu helfen. So auch das Fazit:

„Zugegebenermaßen sind viele Entwicklungen, die mit diesem Wandel einher gehen, beängstigend und anstrengend. Ich persönlich glaube aber fest daran, dass wir den Transformationsprozess hin zu einer friedlicheren, menschlicheren und in Summe besseren Gesellschaft schaffen werden.

Allerdings müssen wir auch endlich aufhören, zu sehr in der Vergangenheit zu leben. „Wir sollten Organisationen “von der Zukunft her führen“.

http://pm-blog.com/2015/04/05/5-thesen-zu-fuehrung-und-management-in-der-vernetzten-gesellschaft/

New work

Ja, die Frage danach, wie sich unsere Arbeitswelt verändert, bewegt viele. Somit hier ein paar Links, die sich diesem Themenbereich widmen:

Unter dem ersten Link findet Ihr eine Zusammenfassung der Konferenz “Das demokratische Unternehmen”: Vom Wunsch, an der Strategieentwicklung des Unternehmens teilzuhaben, die in München stattfand.

Spannende Beiträge wie ich finde, es lohnt sich zu schmökern, auch wenn ich persönlich meine Skepsis zu „Demokratie in Organisationen“ schon geäußert habe…

Konferenz „Das demokratische Unternehmen“: Vom Wunsch, an der Strategieentwicklung des Unternehmens teilzuhaben

Die Kollegen von „Elk und Ravenhouse“ haben sich in einem Blogbeitrag mit dem Buch „Starting with Why“ von Simon Sinek beschäftigt und damit auch mit der „Wichtigkeit des „Warum“ für eine Sache, eines Projektes, einer Unternehmung.“

Die Frage nach dem Warum sollte wohl stärker beschäftigen, als dies bislang der Fall ist. Eine – in meinen Augen leider – immer noch viel zu wenig angegangene Fragestellung…

http://elk-ravenhouse.de/starting-with-why/


Auch wenn ich eigentlich überhaupt kein Freund von „Prof.“ Hüter bin (warum, wäre ein eigener Artikel wert), habe ich den folgenden Link herausgeischt, da er sehr gut darlegt, dass das Vertrauen in Organisationen eine wesentliche Rolle für die Ermöglichung von mitdenkenden, sich selbst steuernden Organisationen spielt. „Da ist im Augenblick viel im Fluss, um von einer Angstkultur zu einer Vertrauenskultur zu kommen. Auf den Punkt gebracht: Ein besserer Umgang miteinander wäre sehr gesund.“

Das kann ich wiederum nur unterstützen…

http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Wirtschaft/Wirtschaft-vor-Ort/Goettinger-Neurobiologe-Von-einer-Angstkultur-zu-mehr-Vertrauen


„It’s doctors and nurses leaving hospitals in droves, teachers leaving the teaching profession in massive numbers – so much so that we can’t seem to hire enough nurses or teachers any longer – because our schools and hospitals have become inhospitable places to our minds, heart and souls… just as much as large corporations.“

Frederic Laloux, von dem ich ja schon länger echt begeistert bin, beschreibt in dem Beitrag, warum er es so schwer damit hat, einen Artikel über die Förderung des Wohlbefindens von Mitarbeitern zu schreiben.

Geht es um ein freies Mittagsessen? Um einen Meditationsraum? Oder einen Tischtennistisch im Büro? Wohl kaum.

Es geht um ein grundlegendes Umdenken in der Gestaltung von Organisationen auf dem Weg zu mehr Menschlichkeit bei gleichzeitiger Fähigkeit, sich auf permanente Veränderungen und immer komplexer werdende Aufgaben einzustellen.

Den Abschluss find ich richtig gut:

„You can’t buy happiness. Happiness and fulfilment are always the by-product of feeling ‘in the zone’, or feeling that we can bring in all of who we are, in service of something noble and important.

Free beer can do a lot of things, but it can’t buy that.“

Für unsere sozialen Organisationen insofern interessant, dass zwar ein gesichertes Auskommen grundlegend wichtig ist, ein „immer mehr Geld“ jedoch nicht wirklich zielführend sein kann. Hier braucht es noch deutlich andere Mittel, um Arbeit in sozialen Organisationen attraktiv zu gestalten.

In diesem Sinne: Lesen lohnt sich 😉

http://www.virgin.com/disruptors/why-i-cant-get-myself-to-write-an-article-on-employee-wellbeing

Management

Zum Abschluss will ich noch auf das „Plädoyer für eine Managementwende“ von Oliver Schmidt hinweisen. Hier nur der Einstieg, den Rest müsst ihr dann selber lesen:

„Was in Deutschland unter Management verstanden wird, lässt weder die Entwicklungsgeschwindigkeit zu, noch bietet es die Strahlkraft, die Energie und die Eleganz, die Unternehmen brauchen, um sich im globalen Vergleich dauerhaft zu behaupten. Dabei geht’s nicht nur ums Digitale, sondern um das große Ganze.“

Na? Neugierig? Hoffe ich doch…

http://www.carta.info/78077/wir-abgehaengten-plaedoyer-fuer-eine-managementwende/


 

Hat Euch die Zusammenfassung gefallen? Vielmehr noch: Hat Euch die Zusammenfassung etwas gebracht?

Freue mich auf Eure Rückmeldung!

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1 Kommentar zu „Linksammlung 02/2015“

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