Linksammlung 01/2015

2015-03-26 20.32.02Im Folgenden will ich Euch die Links, die mich in den letzten Monaten am Meisten beschäftigt und begeistert haben, vorstellen.
Viel Spaß damit…

Führung und neue Arbeit

GEDANKENtanken-Gründer Dr. Stefan Frädrich erläutert, warum die einen hoch motiviert zur Arbeit gehen und andere nicht. Er bezieht dies sehr anschaulich und kurzweilig auf unterschiedliche Führungsstile – konkret „Macht“, „Management“, „Leadership“ und Führung basierend auf einer lebendigen Unternehmenskultur. Spannend insofern, dass ich mir die Frage stelle, was denn „SozialManagement“ eigentlich ist und ob das der richtige Weg ist, unseren so komplexen Bereich der Sozialwirtschaft und der Non-Profit-Organisationen wirklich voranzubringen:

http://www.gedankentanken.com/die-vier-fuehrungsquadranten/

Prof. Peter Kruse präsentiert im folgenden eine Studie zur Arbeitswelt der Zukunft. In meinen Augen ein sehr breiter Zugang, der die wesentlichen Probleme der enormen Komplexität anschaulich verdeutlicht. Wenn Ihr also ein wenig Zeit mitbringt: Es lohnt sich!

http://www.spreerunde.de/events/new-work-night-berlin-mit-prof-peter-kruse.html
Immer wieder spannend sind die Beiträge von Haufe zur Zukunft der Arbeit. Hier lohnt es sich, einfach mal ein wenig herumzulesen:
http://vision.haufe.de/blog/en/category/future-of-work/

Ich stelle mir dabei immer die Frage, ob und wie auch soziale Organisationen den Tendenzen zum Umgang mit immer höherer Komplexität ausgeliefert sind und – wenn dies so ist – wie damit angemessen umgegangen werden kann.

Oder – das wäre die andere Seite – ob soziale Organisationen eigentlich schon immer mit nicht linearen Anforderungen konfrontiert waren und somit Wissen und Kompetenzen zum Umgang mit komplexen Situationen haben, von dem Profit-Unternehmen eigentlich nur profitieren können.
In dem Zusammenhang habe ich mich die letzten Wochen verstärkt mit systemischen Fragestellungen beschäftigt, die ja in unserem Bereich eine lange Tradition aufweisen (bspw. die Systemische Familientherapie). Dazu will ich Euch zwei kleine Bücher empfehlen, die sehr gut und überschaubar deutlich machen, was systemisches Arbeiten ist und wie es auf den Bereich des Sozialmanagements übertragen werden kann:
Einmal – etwas übergreifender – ist es das Buch „Einführung in die systemische Organisationsentwicklung“, das die Konzepte der systemischen Organisationsentwicklung in kompakter Weise zeigt und erläutert, warum der systemische Ansatz in besonderer Weise geeignet ist, komplexe Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu beschreiben und zu bearbeiten:
http://www.carl-auer.de/programm/artikel/titel/einfuehrung-in-die-systemische-organisationsentwicklung/
Das zweite, ebenfalls im gleichen Verlag erschienene Buch, beschäftigt sich dann konkret mit dem Sozialmanagement unter systemischer Perspektive. Demnach folgen Soziale Einrichtungen Besonderheiten, die sie deutlich von Wirtschaftsunternehmen unterscheiden. Sie arbeiten in der Regel nicht gewinnorientiert, und die Qualität ihrer Arbeit ist schwer zu messen. Das Gleiche gilt für die Leistung der Mitarbeiter. Dadurch stehen Führungskräfte von sozialen Einrichtungen vor besondere Herausforderungen. Zum einen müssen sie die Innovationsfähigkeit ihrer Organisation erhalten, zum anderen die Gesundheit der Mitarbeiter. Für diese Aufgaben ist kein Führungsansatz besser geeignet als der systemische, jedenfalls nach Ansicht des Autors:
http://www.carl-auer.de/programm/artikel/titel/einfuehrung-in-das-systemische-sozialmanagement/

Organisationsentwicklung

Rainer Weichbrodt, Geschäftsführer des Management Institut Dortmund GmbH, stellt die Frage, wie mehr Menschlichkeit in Organisationen Einzug finden kann. „Menschlichkeit verlangt aber eben auch immer den Blick auf den ganzen Menschen mit Körper, Gefühl. Seele, Bewusstsein und Verstand.“

http://www.weichbrodt.de/von-der-lernenden-zur-lebendigen-organisation/

Irgendwann habe ich einmal geschrieben, dass es für Organisationen der Sozialwirtschaft einfach sein müsste, die Prinzipien von Laloux – Selbststeuerung, Sinn und Ganzheitlichkeit – zu leben. Ich habe dann gefragt, ob Selbststeuerung überhaupt möglich ist. Inzwischen sehe ich die Frage nach der Menschlichkeit bzw. der Ganzheitlichkeit jedoch als die wohl wesentlichste Herausforderung an. In dem Zusammenhang will ich hier noch einmal auf das für mich faszinierende Buch verweisen, dass es seit Anfang des Monats auch in deutscher Sprache gibt:

http://www.amazon.de/Reinventing-Organizations-ganzheitlicher-sinnerf%C3%BCllender-wachstumsorientierter/dp/3800649136/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1428037189&sr=8-2&keywords=reinventing+organizations

Vielleicht bekomme ich ja irgendwann einmal Geld für die Werbung 😉

Gesundheitswesen

Spannend finde ich, dass mit Blick auf den Bereich des Gesundheitswesens ebenso versucht wird, Selbststeuerungsmöglichkeiten ebenfalls zu implementieren. So wollen die Abgeordneten von CDU und CSU, dass Krankengymnasten, Logopäden und Masseure frei darüber entscheiden können, was ihre Patienten für Anwendungen brauchen. Sie wollen sogar erproben lassen, ob die Patienten sich direkt an die Heilberufsangehörigen wenden können, ohne zuvor einen Arzt aufsuchen zu müssen.

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-04/physiotherapie-arzt-direktzugang-diagnose-therapie-verguetung
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/reformplan-der-union-ohne-rezept-zum-krankengymnasten-1.2420002
Gefällt Euch die Listung?
Freue mich auf Eure Rückmeldungen…

 

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2 Kommentare zu „Linksammlung 01/2015“

  1. Auf jeden Fall gibt es für die Werbung für „Reinventing Organisations“ ein großen Haufen guter Karma-Punkte. 🙂
    Und auch sonst eine schöne Liste mit Denkansätzen, auch für die Soziale Arbeit, merci.
    Und das ich mich hier unter „Spannende Blogs“ wiederfinde ehrt mich sehr. Danke für das Vertrauen.

    Grüße von Torsten Radtke

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