Wer Visionen hat…

I5217903505_9a13f49e22_zn meinem Beruf beschäftige ich mich gerade verstärkt mit der Frage der Qualität in deutschen und europäischen Bildungseinrichtungen.

Zuvor waren es Bildungsprogramme – Studiengänge, um genau zu sein – inzwischen sind es vermehrt Institutionen.

Dabei ist eine der wesentlichen Fragen, welcher „Vision“ die Einrichtung folgt.

Anhand dieser Frage wird dann die Aufstellung der Organisation insgesamt bewertet.

Somit habe ich immer wieder „Visionen“ von Organisationen gelesen, diskutiert, analysiert und besprochen.

Die Visionen der Organisationen beschreiben meist das „Was“ der Organisationen.

Das klingt dann etwa so: „Wir wollen die führende Einrichtung im Bereich der whatever sein.“ Whatever kann – genau – durch whatever ersetzt werden. Gesundheitsfachberufe, Hochschule, Sozialwirtschaft, oder was auch immer…

Ein paar Beispiele gefällig? Gerne:

  • Wir sind die Exzellenz-Hochschule für Lehre im Norden!
  • Wir entwickeln uns zur führenden Wirtschaftsuniversität in Deutschland.
  • Avantgarde in praxisorientierter Lehre und angewandter Forschung

Nach meinem letzten Post und dem wirklich lohnenswerten Video von Simon Sinek ist meine Feststellung jedoch:

Wer eine Vision haben will, sollte nicht nach dem „Was“ fragen. Vielmehr sollte das „Warum“ in die Vision. Warum tun wir, was wir tun? Woran glauben wir? Was fühlen wir tief in unserem Inneren? Warum ist gerade das unsere Aufgabe?

Klingt etwas esoterisch?

Klingt eher menschlich, glaube ich.  Nochmal also:

Wer eine wirkliche Vision will, sollte nach dem „Warum“ fragen.

Und das richtet sich auch (und vor allem?) an Organisationen der Sozialwirtschaft.

Oder?

 

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7 Kommentare zu „Wer Visionen hat…“

    1. Lieber Oliver,

      da hast du vollkommen recht. Spannend finde ich, dass aber auch die Mission oder das Mission Statement meist das „was“ spezifiziert, ein wenig eben wie die Hierarchie von der Vision über die Mission bis zu den jeweiligen Zielen.

      Bin gespannt und werde weiter dran bleiben 😉

      Beste Grüße

      Hendrik

  1. Hat dies auf Wünschen. Wollen. Tun. rebloggt und kommentierte:
    Ja, die Erfahrung von Hendrik Epe ist mir auch bekannt.
    Beim ‚warum?‘ wird sowohl im personal als auch im business coaching eher fragend geschaut, manchmal auch unruhig auf dem Stühlen herum gerutscht.

    Vor einer Woche hatte ich jedoch ein etwas anderes Erlebnis. Die Leitung einer caritativen Einrichtung antwortete auf meine Frage nach einer ersten Idee zur Vision: „Wir wollen ein besserer Ort werden.“ Das ist auch erstmal zwar nur ein ‚Was‘, aber mit einet Tendenz, die auf ein höheres Ziel weist.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Frage nach dem ‚Warum‘ aussagekräftiger beantwortet wird, wenn ich die Beteiligten direkt anspreche und nicht in ihrer Funktion im Unternehmen, in der Institution.

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